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Freitag, 12. August 2011

Anpassung der Strahlengrenzwerte..wird unweigerlich zum Tod vieler Kinder führen

Das sagt nicht Irgendjemand.
Sondern Prof. Christopher Busby, Europäisches Komitee für
Strahlenrisiken:

"Ich denke die japanische Regierung verhält sich auf
kriminelle Art unverantwortlich. Sie lässt zu, dass Kinder so
hohen Strahlenwerten ausgesetzt werden. Wie kann man aus
einer Art Kurzschlussreaktion heraus einfach ein Gesetz
ändern, nur weil es pragmatisch erscheint. Diese
Entscheidung wird unweigerlich zum Tod vieler Kinder
führen. Wie kann man sich in einem zivilisierten Land so
verhalten ?"

Die Regierung hatte den Jahresgrenzwert für Kinder von 1 auf 20 Millisievert heraufgesetzt.
Frontal21



 Auf Feldern in Motomia, 80 km von den Atomruinen entfernt, werden 90 Mikrosievert pro Stunde gemessen.
Damit erhält ein Bauer in nur 9 Tagen eine Strahlendosis, die als Jahresgrenzwert für Mitarbeiter Deutscher Kernkraftwerke gilt.
 Erdbobenproben waren mit 35.000 Bequerel pro Kilo mit Caesium 137 belastet. Das ist siebenmal höher als der Grenzwert.


Video aus der ZDF- Mediathek



Freitag, 8. April 2011

Kommission nimmt endlich wieder die hohen Grenzwerte zurück

Nach öffentlichen Protesten hat die Kommission jetzt endlich die Grenzwerte für Cäsium-134 und Cäsium-137 an den in Japan geltenden Höchstwert angeglichen.

Dieser liegt bei 500 Becquerel. Bislang galt in Europa ein Grenzwert von 1.250 Becquerel.

Montag, 4. April 2011

Warum setzte die EU-Kommission ohne Not die Grenzwerte hoch ?

Hier wird der nicht unwahrscheinlicher Verdacht ausgesprochen, dass von der EU-Kommission für Cäsium die

'Grenzwerte [wurden] unter dem Vorwand Fukushima erhöht(wurden), um die Interessen der deutschen Lebensmittelkonzerne wegen belasteter Importe aus Osteuropa zu fördern'

Die Grenzwerte gelten ja für alle EU Lebensmittelimporte.
Lebensmittelimporte aus Japan sind nicht relevant, unter 1%.

Strahlenmediziner Prof. Lengfelder vom Otto-Hug-Institut hatte gestern im ZDF ähnliche Andeutungen [bei 4:50] gemacht, aber ohne Belege.
"Ich halte die Methode, dass man bei Gefährdungslagen die Grenzwerte heraufsetzt, prinzipiell für sehr problematisch. 600 bq sind ja nicht unschädlich. Wenn ich den Wert Verdopple, nehme ich in Kauf, dass mehr Tumorfälle entstehen...Jede Erhöhunng der Grenzwerte bedeutet nichts anderes als Wirtschaftsprotektionismus."

update 1: Interessen der deutschen Lebensmittelkonzerne: Insider Info

update 2:
"Probleme für die Regulation ergeben sich aus dem niedrigen, genannten Grenzwert einer Effektiven Jahresdosis von 1mSv und dem Umstand, dass für nicht zu vernachlässigende Teile der Bevölkerung der Modellierung gemäß Abschnitt 6.3.1 zufolge eine Überschreitung dieses Grenzwerts bereits aufgrund der Ingestion von 137Cs zu erwarten ist. Signifikante Beiträge zur unfallbedingten Strahlenexposition liefern desweiteren die externe Exposition durch 137Cs, die Ingestion von 90Sr und womöglich
auch von Plutoniumisotopen."
Quelle


Hehe, Probleme für die Regulation ! Was ist mit Problemen nach Verzehr ?

update:
Das österreichische Ökoinstitut meldet:

Die in der EU (und somit auch in Österreich) ab sofort gültigen Höchstwerte für Nahrungs- und Futtermittel sind jedoch sehr hoch, für die meisten Produkte sogar deutlich höher als die derzeit in Japan geltenden Werte. Im Vergleich dazu waren die Grenz- und Richtwerte, die Österreich kurz nach dem Unfall von Tschernobyl festlegte, wesentlich niedriger.

Höchstwerte für Cäsium für ausgewählte Lebensmittel in Bq/kg

EU, gültig seit März 2011 Japan, derzeit gültig Österreich, gültig nach Tschernobyl bis zum EU-Beitritt
Babynahrung 400
11,1
Milch 1.000 200 185
Gemüse 1.250 500 111
Trinkwasser 1.000 200 1,85

Höchstwerte für Iod für ausgewählte Lebensmittel in Bq/kg
EU, gültig seit März 2011 Japan, derzeit gültig Österreich, gültig nach Tschernobyl bis zum EU-Beitritt
Babynahrung 150
Milch 500 300 185
Gemüse 2000 2000 74
Trinkwasser 500 300 (100 für Babys,Schwangere und Stillende) 3,7


Was zur Verwirrung beiträgt:
Für Lebensmittel, die durch Tschernobyl kontaminiert sind, gelten in der EU aufgrund einer anderen Verordnung (733/2008 idgF) folgende Höchstwerte: für Cäsium 370 Bq/kg für Milch, Milchprodukte und Babynahrung, und 600 Bq/kg für alle anderen Lebensmittel. Lebensmittel aus Japan fallen jedoch nicht in den Geltungsbereich dieser Verordnung.

Die neue Durchführungsverordnung begrenzt die Gültigkeit der Höchstwerte vorerst auf drei Monate. Falls sich eine erwachsene Frau dem österreichischen Durchschnitt entsprechend ernährt, könnte sie in drei Monaten die folgende Dosis erhalten, falls die Höchstwerte der EU allein für Cäsium und Iod bei den folgenden Lebensmittelgruppen ausgeschöpft würden:


Konsum in kg in drei Monaten, berechnet nach dem Österr. Ernährungsbericht 2008 Dosis aufgrund der Höchstwerte der EU, in milliSievert (mSv) Dosis aufgrund der früher gültigen österreichischen Grenzwerte, in mSv
Milch 17,7 0,42 0,11
Gemüse 17,3 1,04 0,05
Trinkwasser 100,5 2,41 0,01
Summe dieser drei ausgewählten Lebensmittelgruppen
3,88 0,18

(Da Männer durchschnittlich mehr Milch, aber weniger Gemüse und Trinkwasser konsumieren, wäre ihre Dosis ein wenig niedriger: 3,16 bzw. 0,12 mSv.)

Laut österreichischer Strahlenschutzverordnung §14 sollen Mitglieder der Bevölkerung jedoch maximal 1 mSv pro Jahr an Effektivdosis (exklusive natürlicher Hintergrundstrahlung und medizinischer Strahlenbelastung) erhalten.

Es zeigt sich, dass unter Ausschöpfung der [neuen EU-]Höchstwerte diese Jahresgrenze bereits in kurzer Zeit überschritten werden könnte."

Mittwoch, 30. März 2011

EU-Kommission verdoppelt Cäsium Grenzwerte

Also doch.
Trotz Dementi.

"Die EU-Kommission in Brüssel hatte zuvor einen Bericht der Organisation „foodwatch“ und des Umweltinstituts München dementiert, wonach die Grenzwerte am vergangenen Wochenende angehoben worden seien. Vielmehr sei eine schon seit 25 Jahren existierende Verordnung für den Fall einer nuklearen Krise aktiviert worden, so ein Sprecher am Mittwoch. Diese sehe neben Grenzwerten auch schärfere Kontrollen für Japan-Importe vor.

„Die EU-Kommission betreibt Wortklauberei“, sagte ein „foodwatch“-Mitarbeiter dazu dem EPD. Es sei richtig, dass eine bestehende Verordnung aktiviert worden sei – aber diese habe eine zweite Verordnung mit niedrigeren Grenzwerten außer Kraft gesetzt, die bis zum Wochenende gegolten habe.

Das neue Gesetz legt für den Großteil aller Nahrungsmittel aus Japan einen Grenzwert von 1.250 Becquerel für gesundheitsschädliches Cäsium-134 und Cäsium-137 fest. Bisheriger EU-Standard sei dagegen 600 Becquerel, so die Verbraucherschützer"
Quelle



Zieht die Logik nur noch Kreise,
hat die Kommission ne Meise.

Montag, 28. März 2011

Eilverordnung der EU: Grenzwerte f. Lebensmittel erhoeht !

Eilverordnung der EU:
Für Lebensmittel aus Japan gelten jetzt erhoehte Grenzwerte!
Nach dieser Verordnung dürfen Waren wie Gemüse, Fleisch, Fisch und Getreide bis zu einem Höchstwert von 1.250 Becquerel an Cäsium 134 und Cäsium 137 pro Kilo in Verkehr gebracht werden.
 [quelle]
Warum machen die das ?