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Mittwoch, 13. Juli 2011

GB : Wir wollen mehr ! fordern E.ON, EDF, UC vor Atominvest

Das Ministerium Energy und Klimawandel hat das EMR Electricity Market Reform White Paper veröffentlicht.

Die Betreiber Centrica , EDF Energy and E.ON sind mit der Reform nicht zufrieden.
Sie fordern vom Staat mehr Sicherheiten.
Preisgarantien.
Steuererleichterungen.

Sie moechten nur investieren, wenn ihnen der Staat für ihre Investition über Jahre einen stabilen Mittelrückfluss garantiert.
UK Energy Secretary Chris Huhne jedoch windet sich.

"Some experts said they were disappointed"

Betreiber, Gutachter und Rating Agenturen sind sich einig, dass AKW ohne Staatshilfen und Garantien  rein privatwirtschaftlich NICHT profitabel errichtet und betrieben werden können.

Standard & Poor's orakelte, dass ein Invest nicht gerade zur 'unmittelbaren Verbesserung des Ratings' der Betreiber beitragen würde.
Andere sind deutlicher.
Die Rating Agentur Fitch
 
bewertet AKW- Investitionen als

Quelle

Mittwoch, 6. Juli 2011

GB: Thank you and bye, e.on, RWE

e.on und RWE haben ihre milliardenschweren Investitionen in GB
aufgegeben.

Der Kosten für den Bau von mehreren AKW durch das Gemeinschaftsunternehmens Horizon Nuclear Power seien viel zu hoch.
Zwei Grundstuecke hatte Horizon bereits 2009 ersteigert: Wylfa/Wales und Oldbury bei Birmingham.
Für einen 3-stelligen Mio- Betrag.
Geplant waren 5..6 Reaktoren. Gesamtinvest 17 Mrd bis 2025.
Nach Fukushima kippt auch in GB die Stimmung.
Die peinliche Veröffentlichung der Absprachen von Regierung und Industrie zum Anlügen der Öffent- lichkeit trugen erheblich dazu bei.

Zur Zeit prüft die Atomaufsicht die Folgen aus der Katastrope in Fukushima.
Es wird erwartet, dass die Sicherheitsauflagen die Reaktoren erheblich teuerer macht.
Zu teuer.
Offiziell wurde dieser Ausstieg noch nicht bestaetigt.

Uw gegevens zijn veilig Borssele ?


Größere Kartenansicht

RWE will sich am AKW Borssele mit 30%(600 Mio) beteiligen. 
Auch an Borssele-II will sich RWE massgeblich - sogar mit Mehrheitsanteil - beteiligen. 


Derweil wird sich e.on mit 500  Mio EUR an einem alten Reaktor der EDF beteiligen, um ihn aufzuruesten. Nur der Idefix, das moechte e.on nicht sein.


Das sind weitere 'weitsichtige' Entscheidung wie oben mit Horizon NP.
Wennnn das die shareholder wuessten.





Manche koennen einfach nur 
ungebremst geradeaus.

Quellen

Finanznachrichten
SZ, 06.07.2011, S. 19

Sonntag, 3. Juli 2011

GB: Regierung von Industrie gekapert zur Desinformation

Britische Regierung hat 2 Tage nach dem Unglück in Fukishima Absprachen mit der Atomindustrie getroffen.
Public Relation wurde gleichgeschaltet.
Neue AKW-Standorte. RWE und e.on sind mit Milliarden beteiligt
Zweck: Verharmlosung der Schäden in Fukushima, um die eigenen Pläne für einen Bau von 8 AKW nicht zu gefährden.
Das geht aus 80 'versehentlich' veröffentlichten emails der Regierung hervor.

Was zeigen diese emails ?
Eine schwache Regierung, die von mächtigen Industrieinteressen gekapert wurde zum Zwecke der kriminellen Desinformation der Öffentlichkeit mit Lügen.

"Wir müssen zusammenarbeiten und koordiniert starke Signale aussenden. Es gibt das Risiko, dass dieses Ereignis die ganze globale Industrie beeinflusst. Wir muessen sicherstellen, dass die Anti-Nuklear- Kerle und Kerlinnen keinen Boden gewinnen. Wir müssen den Boden gewinnen und halten. Ich habe bei der Web-Recherche gesehen, dass die Anti-AKW-Leute in ganz Europa keine Zeit verschwendet und Verbindung zu Chernobyl hergestellt hatten...
Wir sollten herausstellen, dass das in Japan alles mit einem Reaktor von 1960 passiert ist und das mit einem Reaktor Gen III nicht passieren kann.
Die Anwohner an den 8 neuen AKW-Standorten werden das genau verfolgen.
Wir muessen herausstellen, dass die Freisetzung der Strahlung gezielt und kontrolliert durch den Abluftkanal erfolgte...
Die Explosion - obwohl dramatisch - war doch Teil des Sicherheitssystem und hatte dadurch den Reaktor geschuetzt.
Wir muessen das als Teil des Sicherheitssystems hervorheben und dass das mit dem AP1000 Gen III sogar noch besser funktioniert."


Peng.

Die Äusserungen von Nick Clegg, dem Stv. Premier, werden als nicht-nützlich und 'ein wenig voreilig' abqualifiziert. Dieser hatte Zweifel an der Atomzukunft in Britannien angemeldet. Er meinte, dass neue AKW nun wegen höherer Sicherheitsauflagen viel teuerer werden wuerden und erwartet, dass es für Energiekonzerne schwierig werden wuerde, aus dem privaten Sektor Kapitalgeber zur Finanzierung zu finden. Er betonte, dass von der Koalitionnsvereinbarung zur privaten Finanzierung ohne Staatshilfen nicht abgegangen werde.

Es sei viel zu frueh, um zu beurteilen, ob es eine Auswirkung auf das Invstitionsklima haben wird, aber es besteht das Risiko, dass der Markt beschädigt wird.
Andere europäische Regierungen - insbesondere Deutschland - werden beschuldigt, voreilig Schlüsse zur Abschaltung von AKW gefasst zu haben.

Die Generalline der Argumentation:

1. wir nehmen den Unfall sehr ernst
2. Fukushima ist aber nicht so schlimm, wie es aussieht.
3. der Unfall war durch die alten AKW verursacht, unsere neue Generation Gen III ist sicher
3. Unser Chef-Nuclear- Inspector, Dr. Weightman (sic ! ), wird sich alle Zeit zum Abwägen nehmen, welche Konsequenzen für unsere AKW zu ziehen sind.

(Und dann wird sich die öffentliche Stimmung beruhigt haben)


Der Herr von Westinghouse legte grossen Wert darauf, dass diese Absprachen nicht über diesen kleinen Verteiler hinausgehen.

1 Jul 2011: Former party chief executive in Scotland says Huhne must go over 'conspiracy' to protect nuclear industry 

Nuclear FOI documents

Quellen:
Guardian
Der Freitag