Samstag, 23. Juli 2011

Donnerstag, 21. Juli 2011

Kein Endlager in USA: 100 Mio $ Schadensersatz - vorerst

Die US-Regierung hat sich mit Xcel Energy aussergerichtlich auf Zahlung von

100 Mio USD geeinigt -
der AKW-Betreiber Xcel hatte das DoE(Energieministerium) auf Schadensersatz fuer Zwischenlagerkosten verklagt.


Generic Rail Cask for Spent Fuel

Typical Specifications
Gross Weight (including fuel): 250,000 pounds (125 tons)
Cask Diameter: 8 feet
Overall Diameter (including Impact Limiters): 11 feet
Overall Length (including Impact Limiters): 25 feet
Capacity: Up to 26 PWR or 61 BWR fuel assemblies
Diese Kosten seien schliesslich entstanden, weil das DoE kein Endlager errichtet hatte.
Excel will das Geld seinen Kunden zurueckerstatten.
Denen hate Excel die Zwischenlagerkosten auf die Stromrechnung aufgebrummt.

Auweh -
 das waren nur die Kosten fuer 2 AKW und nur von 1998 bis 2008.
Excel will weitere 100 Mio bis 2013 und in Rechnung stellen.
Ab 2013 wird es noch teurer.
Mit jedem Brennelement wird es teurer.
Schliesslich muessen die gekuehlt, transportiert  und bewacht werden.





Liebe Regierung, habt ihr daran gedacht, dass das nur die Kosten von nur 2 AKW, Prairie Island und Monticello waren ?
Dass die Betreiber der restlichen 102 AKW jetzt anklopfen werden?

Update:
Es wurden bereits Klagen von 41 Betreibern eingereicht.
Bisher wurden 17 Vergleiche geschlossen.
Quelle:
wnn- World Nuclear News

Protest in Sibirien: Behaltet euren Dreck in Deutschland !





Auf dem Plakat steht:


Atommüll darf nicht in der Stadt gelagert werden !
3. Juli um 17:00

Ökologische Kundgebung auf dem Lenin-Platz 
Kommt alle!




Im Chemiekombinat Angarsk wird abgereichertes Uran aus den Urananreicherungsanlagen in Gronau und Almelo verarbeitet. Es gab gewalttätige Auseinandersetzungen um die russische Atompolitik.
Im Juli 2007 gab es ein Todesopfer unter demonstrierenden Atomkraftgegnern.

Von 1996 bis 2009 lieferte die Urananreicherungsanlage der Firma Urenco aus Gronau über 20.000 Tonnen abgereichertes Uran nach Russland. Ein Teil dieses Mülls gelangte auch auf das Gelände der Urananreicherungsanlage in Angarsk am Baikal-See, wo es unter offenen Himmel lagert und die Gesundheit der Menschen bedroht.

Quellen:

Scharf Links
Wikipedia

EU-Richtlinie Atommüll: Wir fahren nach Tomsk...

"Für das ursprünglich von der Kommission vorgesehene Exportverbot für radioaktive Abfälle und bestrahlte Kernelemente in außereuropäische Drittländer fand sich keine Mehrheit im Rat."


Atommüll in Containern unter freiem Himmel bei Tomsk:



Größere Kartenansicht

Bei Tomsk-7 gibt es Wasserreservoire mit mittel- und hochaktiven Abfällen von über acht Millionen Kubikmeter.
Bis zu 42 000 Kubikmeter flüssige radioaktive Abfälle gelangen täglich in den Fluß Tom.
Stündlich werden 175 Kubikmeter Abfälle in Grundwasserschichten in 345 bis 370 Metern Tiefe verpreßt.

Die Konzentration an Cäsium-137 im Grundwasser ist so hoch wie im verstrahlten Tschernobyl.



Quellen:
Bundesministerium für Umwelt
Arte: Albtraum Atommüll
Alternativ Part 9 in YouTube (bei 0:40)

Wikipedia/Tomsk-7
Wikipedia/Albtraum Atommüll

Mittwoch, 20. Juli 2011

USA: Laufzeitverlängerung auf 60 Jahre in Kritik

"Glauben Sie nicht den Schwachköpfen, die von Nuklearer Sicherheit palavern.
Die Gefahr ist real. Ich weiss das, weil ich für die gearbeitet habe.
Die Leute dort sind mehr besorgt, ihren Job zu verlieren, als um die Sicherheit der Leute, die dort in der Nähe wohnen."

So der Kommentar eines Lesers zum Artikel in MSNBC, der sich mit der Verlängerung von Betriebsgenehmigungen befasst.
Die US- Aufsichtsbehörde NRC hat die Betriebsgenehmigung von allen 66 Reaktoren, bei denen die Betriebsgenehmigung abgelaufen war, um 20 Jahre verlängert.
In USA stehen 104 AKW.
Es gibt keine Neubauten ausser einem.
Dieser ist ein militaerisch zu nutzender Reaktor.
Die Wirtschaft ist nicht interessiert und sieht bei hohem Risiko keine Margen.
Riesige Investitionen, Sicherheitsrisiken, wohin mit Atommüll ?

"Enormous upfront construction costs, safety concerns and the problem of storing radioactive nuclear waste for thousands of years drove away private investors."
Trotz Obamas staatlicher $8.3 Mrd Profitgarantie. 
Das Laufenlassen alter Reaktoren ist profitabler.
Wenn man das Risiko dem Staat aufbürden kann.
Die Aufsichtsbehörde NRC hatte bislang keinen einzigen Verlängerungsantrag zurückgewiesen.
80 Jahre. 180 km/h ?
Dieses Durchwinken hat sogar dazu geführt, dass die Industrie mit 80 bis 100 Jahren Laufzeit rechnet.

Die NRC argumentiert, dass die ursprüngliche Betriebslizenz auf 40 Jahre nur willkuerlich und nur aus Rentabilitätsgründen für die Industrie (!) gewählt wurde.
Wegen der Technik gäbe es keinen Grund, die Laufzeit zu begrenzen.

Tatsächlich wurden jedoch die Reaktor- Komponenten  auf 40 Jahre Laufzeit konstruiert.
Insbesondere der Reaktorkern und Schutzmauern, die wegen der Strahlung spröde werden, wurden auf 40 Jahre berechnet.
Das zeigen Dokumente aus der Konstruktions- und Genehmigungsphase.
" Reactors were made to last only 40 years. Period."
Associated Press report

Stattdessen wurden die Sicherheitsgrenzwerte durch die Aufsichtsbehörde seit Jahrzehnten aufgeweicht.
Gegen Verlägerung der Genehmigungen gibt es politischen Widerstand Guardian .
Westinghouse(Toshiba) muss nun Konstruktionsmängel am Flaggschiff AP1000 nachbessern.

Der Senat in Vermont hat mit 26 gegen 4 gegen eine Verlängerung der Laufzeit gestimmt.
Aber NRC und Betreiber haben das schlicht ignoriert.
Nun wird eine Untersuchung gefordert.
Der Aufsichtsbehörde wird vorgeworfen, systematisch mit der Atomindustrie zusammenzuarbeiten, um Sicherheitsstandards aufzuweichen.Forbes
Huhne visiting Sellafield:

Sellafield – £160m contract


Und in GB ?
"Wir haben hart daran gearbeitet, damit die Aufsichtsbehörde die Betriebsgenehmigung verlängert...."
 "..and they have no objection to extended generation on Reactor 2."

Samstag, 16. Juli 2011

'best practice': Massnahmen bei Atomunfällen

Die Katastrophe von Tschernobyl von 1986 hat auch Fallout erzeugt, der in Mitteleuropa niederging und bis heute messbar ist.

Strontium-90 ? no problem e.onIn Neuherberg bei München maß die Gesellschaft für Strahlenforschung am 26. April 1986 19.000 Becquerel pro Quadratmeter für Cäsium-137 - fast fünfmal so viel wie durch die Kernwaffentests. Außerdem lagerten sich pro Quadratmeter 210 Becquerel Strontium-90 ab.  

90Sr ist ein Betastrahler mit einer Zerfallsenergie von 0,546 MeV und zerfällt mit einer Halbwertzeit von 28,78 Jahren zu 90Y, das wiederum unter Betazerfall zum stabilen 90Zr zerfällt. 90Sr ist ein häufig auftretendes Spaltprodukt bei der Kernspaltung von Uran, zum Beispiel von 235U in Kernkraftwerken.
WikiPedia